Es ist ja allgemein bekannt, dass Männer sich ohne Auto nackt und unvollständig fühlen. Doch dabei kommt es auch noch darauf an, dass man nicht irgendein Auto, sondern ein Auto mit möglichst hohen PS Zahlen besitzt. Das liegt ganz einfach daran, dass eine gewisse Geschwindigkeit, Größe und Stärke für die ihm von der Natur zugedachte Aufgabe des Jagens einfach unverzichtbar sind.

Wer mit einem schnellen dicken Auto daherkommt, dem werden automatisch Eigenschaften angehängt, für die man gewöhnlich sonst hart arbeiten und kämpfen muss: Erfolg, Stärke, Macht und – für die Damenwelt – ein gewisses Sexappeal. Und das so selbstverständlich, dass mann es irgendwann sogar selbst glaubt, dass mann der größte ist und nicht verstehen kann, was ein Opel Corsa oder ein Skoda auf der linken Autobahnspur überhaupt verloren haben. Denn wenn man schon einen Maserati oder einen Aston Martin Rapide fährt, muss man ihn auch ausfahren können und das geht halt nicht, wenn man nicht mal 5 Minuten lang mit 250 Sachen an allen vorbeirauschen kann. Dabei geht es aber auch nicht darum, als erster anzukommen, sondern einfach nur die Pferdestärken zu spüren, die man unterm Hintern hat, und das Adrenalin, wenn es bei 200 km/h in der Kurve in die Adern schießt. Dieses Gefühl ist heutzutage mit nichts vergleichbar, am ehesten noch mit dem Triumphgefühl, wenn die Promo Sapiens in grauer Vorzeit nur mit einem Speer bewaffnet einen Mammut oder einen Säbelzahntiger erjagten.