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admin
- Posted 23. November 2009 at 11:23
Am Morgen des 9. November 1989 hatte ich Kohlen bekommen, die noch immer im Hinterhof vor der Kellertreppe lagen. Nach Feierabend schleppte ich dann etwa 2 Stunden lang Eimer für Eimer durch die katakombenähnlichen Kellergänge, wobei ich mich an den niedrigen Gewölben ungefähr 5x an den Kopf stieß. Danach wollte ich nur noch duschen und ins Bett. Am nächsten Morgen kam ich nicht so gut wie sonst aus dem Bett und beschloss einfach mal eine halbe Stunde später auf Arbeit zu gehen. Unterwegs war ich so mit dem Zurechtlegen einer Entschuldigung beschäftigt, dass mir gar keine Veränderung auffiel, weder das Leuchten in den Augen der Menschen, noch die halbleeren Straßen Ostberlins, noch die dunklen Fenster des Gebäudes, in dem ich arbeitete. Erst als ich reinging und mir ein Kollege statt eines „Guten Morgen“ ein „Na, auch schon drüben gewesen“ zuwarf, begann ich langsam munter zu werden. Wie, drüben? Na im Westen! Wieso? Na, die Mauer ist offen! ….. (Gänsehaut)….. Neee! (immer noch Gänsehaut) ….. Dann mein erster Gedanke: Na, ob das man gutgeht!
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